Die Onlinebewerbung

Vor allem größere Unternehmen bestehen inzwischen auf einer Bewerbung per E-Mail oder über ein entsprechendes Online-Tool. Das ist unkomplizierter für das Unternehmen und kostengünstiger für den Bewerber.

Einiges aber ändert sich, wenn man statt der Mappe eine Onlinebewerbung verschickt.

Eine Onlinebewerbung spart Porto- und Papierkosten, aber keineswegs Zeit. Widme ihrer Erstellung dieselbe Aufmerksamkeit wie einer Bewerbung auf Papier – schon rein deshalb, weil manche Personaler sich die Bewerbung dann eben doch noch ausdrucken.

Varianten der Onlinebewerbung

E-Mail, Formular oder Kurzbewerbung – diese drei Varianten der Onlinebewerbung sind heute allgemein verbreitet. Meist wird in der Ausschreibung angegeben, was gewünscht ist. Die E-Mail-Bewerbung wird, wie der Name schon sagt, per E-Mail versendet; die eigentlichen Bewerbungsunterlagen sind als PDF verpackt. Die Bewerbung über ein Onlineformular erfolgt auf der Karriereplattform des Unternehmens.

Und dann gibt es die Kurzbewerbung, die in der Regel über E-Mail verschickt wird, aber nur einen Teil der sonst in einer Bewerbung üblichen Unterlagen enthält. Jede Bewerbungsform hat ihre eigenen Anforderungen und Regeln.

Die E-Mail-Bewerbung

  • Inhalt

    Inhalt, Struktur und Anhänge sind dieselben wie bei einer Bewerbungsmappe. Nur das Deckblatt wird in der Regel weggelassen, denn eine Bewerbung, die du per E-Mail verschickst, sollte kleiner als 3 MB sein. Nur dann ist gewährleistet, dass sie ankommt und geöffnet werden kann.

    Größere Dateien rufen schnell Unmut beim Empfänger hervor, weil sie Speicherplatz blockieren.

  • Eine Datei oder mehrere?

    Bei einer E-Mail-Bewerbung wird ein einziges Dokument angehängt, das alle Informationen enthält – also Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse.

    Wenn du diese Informationen auf mehrere Dateien verteilst, leidet die Übersichtlichkeit. Benenne die Datei möglichst aussagekräftig, also mit dem Stellentitel und deinem Namen.

    Als Dateiformat hat sich PDF durchgesetzt und ist auch dringend zu empfehlen, weil es in jedem System geöffnet werden kann.

  • Die Begleit-E-Mail zur Onlinebewerbung

    Bevor es überhaupt ans Bewerben geht, solltest du dir eine seriös wirkende E-Mail-Adresse besorgen. Standard ist vorname.nachname@anbieter.de. Wichtig ist natürlich, sofern du keine Weiterleitung einrichtest, dass du das neue Postfach täglich ansiehst.

    Deine Bewerbung sendest du an den Ansprechpartner, den du vorab recherchiert hattest oder, wenn in einer Stellenausschreibung explizit ein Name und eine Mail-Adresse genannt werden, an diese. „Sehr geehrte Damen und Herren“ sollte um jeden Preis vermieden werden. In die Betreffzeile kommt „Bewerbung:“ und dann die Bezeichnung der Stelle, auf die du dich bewirbst.

  • Das Anschreiben – in die E-Mail oder in den Anhang?

    Diese Frage wird heftig diskutiert: Ob das Anschreiben direkt in das E-Mail-Fenster gehört oder als Teil der Bewerbung im PDF untergebracht wird. In diesem Fall besteht die E-Mail selbst nur aus einem kurzen, freundlichen Text mit Verweis auf die anhängende Bewerbung.

    Für die erste Version spricht, dass der Anhang dadurch verschlankt wird.

    Für die zweite, dass der Personaler alles in einem Dokument hat und später nichts zusammensuchen muss.

    Du selbst hast den Vorteil, dass du ein Word-Dokument layouten kannst, eine E-Mail aber nicht. Vergiss auch in einer kurzen E-Mail aber bitte nicht die üblichen Höflichkeitsfloskeln sowie deine vollständigen Kontaktdaten. Am besten gestaltest du dir für dein Postfach gleich eine professionell wirkende Signatur.

Online-Bewerbungsformulare auf der Unternehmenswebsite

Vor allem große Unternehmen wünschen die Bewerbungen schon lange nicht mehr per Post und auch nicht mehr per E-Mail – sie besitzen inzwischen eigene Internetplattformen. Dort finden sich entweder allgemeingültige oder spezifisch auf die jeweilige Stelle zugeschnittene Online-Bewerbungsformulare. Sie fragen alle wichtigen Daten rund um Lebenslauf und Abschlüsse per Drop-Down-Menü oder über Freifelder ab. Dazu kommen oft Fragen zu Erfahrungen mit bestimmten Computeranwendungen, Sprachkenntnissen etc.

Solche Tools nehmen dem Bewerber damit ein wenig die Freiheit, durch schöne Formulierungen zu glänzen, bieten aber objektivere Vergleichsmöglichkeiten bei wichtigen Kriterien.

Zuletzt sind in der Regel das Anschreiben, die Zeugnisse und der Lebenslauf als Einzeldokumente hochzuladen. Vor dem Absenden der Daten hast du die Gelegenheit, deine Eintragungen noch einmal zu prüfen. Tue es gründlich!

Die Kurzbewerbung – einen ersten Eindruck machen

Die geringe Dateigröße ist bei E-Mail-Bewerbungen grundsätzlich eine Herausforderung.

Zunehmend beliebt ist daher die Kurzbewerbung, die eigentlich immer dann verschickt werden kann, wenn nicht explizit nach einer vollständigen Onlinebewerbung gefragt wird.

Für die Kurzbewerbung gilt alles, was für die „normale“ Onlinebewerbung gilt. Du formulierst ein Anschreiben und erstellst einen Lebenslauf, in dem ohnehin alle erreichten Abschlüsse und absolvierten Weiterbildungen vermerkt sind. Nur die Zeugnisse werden nicht angehängt. Natürlich sollte man sie dennoch immer parat haben – besteht Interesse an dir als Bewerber, wird das Unternehmen bald um Zusendung der Zeugniskopien bitten.