AOK Plus Bewerbungsplaner

Stressmanagement und Entspannung

 

Einfach mal die Seele baumeln lassen? Klingt eigentlich ganz einfach, ist aber im Alltag so schwierig.

Gelegentlichen Stress können die meisten Menschen problemlos wegstecken. Dagegen wirkt sich ständiger Stress häufig negativ auf die Gesundheit aus und kann zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder psychischen Erkrankungen wie Burn-out führen. Hier ist Vorsicht geboten.

Lass es gar nicht erst so weit kommen - mit der richtigen Vorsorge und der für dich geeigneten Methode zur Stressbewältigung.

Was ist Stress?

Allgemein gesagt, ist Stress zunächst ein harmloser, aber lebensnotwendiger Prozess in unserem Körper. Er schützt uns vor Bedrohungen. Durch die Ausschüttung von Adrenalin werden wir leistungsfähiger und können die Situation (wie zum Beispiel eine Matheklassenarbeit) besser bewältigen. Somit hat dieser Stress sogar positive Wirkung auf uns. Deshalb nennt man ihn "positiven Stress".

Viel bekannter ist jedoch der negative Stress. Er entsteht, wenn zwischen den Stressphasen keine Entspannungsphasen mehr ihren Platz finden. Häufige Gründe dafür sind Überforderung in der Schule, Streit in der Familie, Doppelbelastungen durch zu viele Hobbys und Verpflichtungen oder zu hohe Ansprüche an sich selbst. Dies macht auf die Dauer krank.

Ob du aktuell schon negativen Stress hast, kannst du in unserer kleinen Checkliste selbst testen.

Was macht Stress mit uns?

Die Ausschüttung von Stresshormonen sorgt in unserem ganzen Körper dafür, dass er auf Hochtouren läuft. Unser Herz schlägt schneller und kann unseren Körper mit mehr Sauerstoff versorgen. Dadurch schärfen sich unsere Sinne, unsere Muskulatur spannt sich an, und wir können viel schneller reagieren. Gleichzeitig werden wir kurzzeitig schmerzunempfindlicher, haben keinen Hunger und auch kein sexuelles Verlangen. Auch unser Immunsystem reagiert mit einer erhöhten Produktion von Abwehrzellen auf unseren Stress. Das sind jedoch alles normale Reaktionen. Erst auf chronischen (also dauerhaften) Stress reagieren wir mit Krankheiten.

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Diabetes Typ II
  • Schwächung des Immunsystems
  • Muskelverspannungen
  • Rückenschmerzen
  • Gedächtnisstörungen
  • Konzentrationsprobleme
  • Verdauungsstörungen
  • Burn-out
  • Depressionen

Welche Maßnahmen gibt es zur Stressbewältigung?

Beobachte, in welchen Situationen du dich gestresst fühlst. Denn nur wer den Auslöser kennt, kann passende Maßnahmen ergreifen. Deine persönlichen Maßnahmen zur Stressbewältigung können ganz unterschiedlich sein. Das Ziel ist, Anspannungen zu lösen und zu entspannen. Das geschieht beispielsweise

  • durch Sport
  • durch Entspannungstechniken
  • beim Ausüben von Hobbys und
  • im Umgang mit sozialen Kontakten
  • gezielte Anti-Stress-Programme.

Bei diesen Aktivitäten fährt das vegetative Nervensystem herunter. Anspannungen lösen sich, weil Körper und Geist im Moment verweilen und auf eine Sache fokussiert sind. So hast du den Stress ganz einfach im Griff.