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Generation "like" - Aufwachsen in Sozialen Netzwerken

Schon im Kindergartenalter erlernt unser Nachwuchs den Umgang mit dem Smartphone oder Tablet. Kleine Filme schauen, Musik hören, Fotos bearbeiten bis hin zu Lernspielen - für jede Altersgruppe gibt es vielfältige Angebote. Solange es die Geräte der Eltern sind, kann das Nutzungsverhalten noch recht gut gesteuert werden. Sobald die jungen Nutzer ein eigenes Gerät besitzen, ist der Einfluss und die Kontrolle schon wesentlich schwieriger.

Mit einmal wird das Kind immer selbstständiger und trifft eigene Entscheidungen. Jetzt heißt es dranbleiben und gemeinsam die virtuelle Welt entdecken.

Häufig stellt sich die Frage: "Wann ist der richtige Zeitpunkt für das erste eigene Handy?"

Eine richtige Antwort gibt es dafür nicht. Benötigt das Kind ein Notfallgerät, weil es den Schulweg alleine beschreiten muss, reicht in der Regel ein altmodisches Handy ohne Internetfunktion vollkommen aus. Internetzugang haben die meisten Kinder über die Familiengeräte zu Hause.


Schutz für junge Surfer

Wie wird der PC kindersicher?

  • Einrichtung Basisschutz zur Abwehr von Angriffen aus dem Internet
  • Tipps gibt das Bundesamt für Sicherheit im Internet unter www.bsi.bund.de

Ist eine Kinderstartseite notwendig?

  • Ja, richten sie gemeinsam als Familie eine Startseite ein
  • Es können damit gleich die Lieblingsseiten beim Öffnen des Browsers angezeigt werden
  • Eine Auswahl gibt es auf www.meine-startseite.de

Müssen Passwörter auf Familiengeräten sein?

  • Ja, um persönliche Daten (Kontodaten, persönliche Bilder, usw.) zu schützen
  • Es sollten keine Passwörter oder Zahlungsmethoden gespeichert werden

Wie sieht ein sicherer Passwort aus?

  • Groß- und Kleinbuchstaben
  • Zahlen und Sonderzeichen
  • Keine persönlichen Angaben

Brauchen Kinder eine E-Mail-Adresse?

  • Es ist ab einem gewissen Alter unumgänglich
  • Wird für die Kommunikation in der Schule, mit Vereinen oder Familienmitgliedern benötigt
  • Richten Sie zwei E-Mail-Adressen ein:
    • Eine Adresse für die private Nutzung
    • Eine Adresse zur Anmeldung in Chats oder Communities
  • Der komplette Name oder Geburtsdaten haben in der E-Mail-Adresse nichts zu suchen 

Mediennutzung im Schulalltag

Welche Planeten gehören zum Sonnensystem?

Warum ist die Banane krumm?

Wieso benötigten wir Bäume zum überleben?

 

Früher griff man ins Bücherregal und schlug im Lexikon nach. Heute können Kinder alles im Internet nachlesen.... und noch vieles mehr. Tipps fürs Suchen und Finden:


Faszination Gaming - Was ist der Reiz?

Spiel ist nicht gleich Spiel - Kinder schätzen an der Onlinewelt die breite Auswahl an verschiedenen Spielen. Ob ein Spiel altersgerecht und für Ihr Kind geeignet ist, erfahren Sie am besten indem Sie es selber testen.

Games werden in verschiedene Genre geclustert:

Denkspiele

Rollenspiele

Lernspiele

Strategiespiele

Actionspiele

Jump `n Run

Shooter

Adventure

Simulationsspiele

Geschicklichkeitsspiele

Sport- und Rennspiele

 

Gaming bedeutet für die Spieler....

... Freiräume nutzen, selbst etwas gestalten

 

... kreativ sein - Einfälle verwirklichen

 

... Gefühlsregulation - Wut und Gedanken verarbeiten

 

... Erfolge sichern - Macht und Kontrolle ausüben

 

... frei sein - Freiheit genießen

 

Achtung Kostenfalle!

In vielen Spielen wird Werbung geschaltet. Kinder müssen darauf vorbereitet sein und wissen, wie sie sich in solchen Fällen verhalten.

⇒ Sprechen Sie gemeinsam über das Problem von Bannerwerbung.

⇒ Legen Sie fest, wer die Nutzungskosten des Spiels bezahlt. 

⇒ Deaktivieren Sie automatische App-Updates.


Storys, posten, liken

Bei der Anmeldung in einem Online-Netzwerk sind bestimmte Punkte zu beachten:

  1. Immer ein sicheres Passwort benutzen und das auch geheim halten.
  2. Vor jedem Post überlegen: Soll das wirklich die ganze Welt sehen?
  3. Private Informationen, Dinge und Fotos lieber per Mail verschicken und nicht öffentlich posten.
  4. Keine persönlichen Daten preisgeben (Adresse, Telefonnummer...)
  5. Sorgfältig die Sicherheitseinstellungen prüfen. Nach Updates werden häufig Einstellungen zurückgesetzt.
  6. Keine Freundschaftsanfragen von völlig Fremden annehmen. Es könnte sich um ein Fake-Profil handeln.
  7. Bei Anfeindungen sofort reagieren und sich Hilfe suchen.

Wenn die virtuelle die reelle Welt ersetzt

Chatten, surfen, spielen gehört heute zum Alltag und zur Freizeitgestaltung der Jugendlichen dazu. Nicht jeder Heranwachsende, welcher viel Zeit vor dem Bildschirm verbringt, ist gleich gefährdet oder abhängig. Wichtig ist, das das Leben auch in der reellen Welt stattfindet - sich mit Freunden treffen, einen Hobby nachgehen.

Folgende Richtwerte dienen der Orientierung:

  • Faustregel - eine Stunde Medienzeit pro Woche pro Lebensjahr
  • Bis fünf Jahre - bis zu einer halben Stunde am Tag
  • Sechs bis neun Jahre - bis zu einer Stunde am Tag
  • Ab zehn Jahre - circa neun Stunden pro Woche 

 

Trotzdem sollte man bestimmte Anzeichen nicht ignorieren:

Gibt es problematische Leistungsabfälle in der Schule?

Wurden Familienmitglieder oder Freunde getäuscht?

Dehnen sich die virtuellen Zeiten immer mehr aus?

Gibt es Interessensverlust an bisherigen Hobbys?

Hilft die virtuelle Welt negative Gefühle zu vergessen?

Wird das eigene Nutzungsverhalten als unkritisch eingeschätzt?

Gibt es Entzugserscheinungen bei Abstinenz?

Weitere wertvolle Hinweise zu Ursachen, Anzeichen und Unterstützungsmöglichkeiten finden sie gebündelt in unserem
E-Paper "Ist mein Kind süchtig?"


Mediennutzung gemeinsam gestalten

  • Reflektieren Sie Ihr eigenes Nutzungsverhalten und seien Sie ein Vorbild!

  • Legen Sie zeitliche Vorgaben für die Mediennutzung fest! Berücksichtigen Sie dabei das Alter und die Anwendungen für die Schule!

  • Informieren Sie sich über die genutzten Portale und Oberflächen! Probieren Sie diese selbst aus!

  • Bieten Sie Ihrem Kind attraktive Alternativen in der Offline-Welt, welche die Stärken und Interessen Ihres Kindes ansprechen!

  • Suchen Sie sich bei problematischem Online-Verhalten Ihres Kindes professionelle Unterstützung!

  • Legen Sie eine Schlafenszeit für die Mediennutzung fest!

Weitere Informationen finden Sie in unserem Elternratgeber "Medienfit"