Ratgeber Elterngesundheit

„Gesunde Eltern – gesunde Kinder.“

Die Gesundheit der Eltern ist von großer Bedeutung für die Gesundheit ihrer Kinder.

Das Gesundheitsverhalten von Mutter und Vater wirken sich von Beginn an auf die Gesundheit der Kinder aus.

Nehmen Sie sich mit Ihrem Partner gemeinsame Auszeiten, um wieder neue Energie aufzuladen. 

  • Achtsam sein mit sich selbst

    Im turbulenten Alltag haben Sie alles im Blick – die Turniere im Sportverein der Kinder, Elternabende, den Besuch beim Zahnarzt sowie die Früherkennungsuntersuchungen und gleichzeitig steht der Wochenendeinkauf vor der Tür.

    Alles muss gut geplant und organisiert werden. Achten Sie hierbei auf Ihre eigene Gesundheit. Oftmals haben wir Angst, etwas zu verpassen – aber wann haben Sie das letzte Mal an sich selbst gedacht? Sie sind die wichtigste Person in Ihrem Leben. Sie können nur Liebe und viel Kraft gegenüber anderen zeigen, wenn Sie genügend davon in sich tragen.

    Gönnen Sie sich einen Ausflug mit Ihrem Partner oder gern auch allein. Gehen Sie Schwimmen, Radfahren und genießen Sie ein leckeres Essen im Restaurant mit Freunden. Ausreichend Bewegung und eine ausgewogene Ernährung sind nicht nur für das eigene Wohlbefinden, sondern auch für die Familiengesundheit sehr wichtig.

  • Auf den eigenen Körper hören

    In stressigen Zeiten verlieren wir oft die eigene Gesundheit aus dem Blick und der Umgang mit unserem Körper läuft langsam aus dem Ruder.

    Wir glauben keine Zeit für einen Ausgleich zu haben bzw. für das, was uns viel Freude bereitet.

    Kopfschmerzen, Magenumdrehen, Unwohlsein, Nackenschmerzen sind Zeichen von Körper und Seele, die wir oftmals ignorieren oder durch Einnahme von kleinen Tabletten bekämpfen. Aber ist das auf Dauer die richtige Lösung?

    Stoppen Sie den Familienzug und schauen Sie genau hin, wie es Ihnen und Ihrem Partner geht. Die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Weiterfahrt sind immer noch Sie selbst. Hören Sie genau hin, was Ihr Körper Ihnen signalisiert.

    Wie sieht es mit Ihrem ganz persönlichen Gesundheitsmanagement aus?

  • Ganz die Eltern

    Wer vonn Ihnen hat diese drei Worte schon nicht nur einmal, sondern zwei- oder dreimal zu hören bekommen?

    Das Umfeld, in dem Kinder aufwachsen, hat einen entscheidenden Einfluss auf ihr Verhalten. Nicht nur Eltern prägen das Verhalten, auch Kontakte außerhalb der Familie – Freunde, Trainer, Lehrer sowie gute oder schlechte Erfahrungen wirken sich auf das Verhalten der Kinder aus. Die Chance, dass der eigene Nachwuchs einmal in die Fußstapfen der Eltern tritt, ist groß. Kinder, welche in einer Künstlerfamilie aufwachsen, sind oftmals an Kunst interessiert. Ebenso ist das Verhalten von Mutter und Vater in Sachen Bewegung und Ernährung richtungsweisend für die Entwicklung der Kinder.

  • Achtsam bewegen

    Regelmäßiger und moderater Sport wirkt sich positiv auf den Körper und langfristig auf unsere Gesundheit aus.

    Bewegung ist zum einen für Herz sowie Kreislauf wichtig und kurbelt den Stoffwechsel einmal ordentlich an. Auch unsere Knochen und die Muskulatur werden dadurch gestärkt. Sport dient als wichtiger Booster für unser Immunsystem und unsere Psyche.

    Sport ist wichtig – aber Bewegung im Alltag noch viel mehr. Nehmen Sie lieber öfter mal das Rad. Damit ersparen Sie sich die lästige Parkplatzsuche und das ewige Warten an der roten Ampel.

    Aufzug oder Treppe? Entscheiden Sie sich hier für das Treppensteigen, denn es ist das perfekte Alltagstraining. Dabei werden die Oberschenkel, der Hintern und der Oberkörper trainiert.

    Gehen Sie im Büro zum Arbeitsplatz Ihrer Kollegen, statt zum Telefonhörer zu greifen oder eine E-Mail zu schreiben, und absolvieren Sie während Ihrer Lieblingsserie ein paar Sportübungen. Bringen Sie mit einfachen Tricks mehr Bewegung in Ihren Alltag.

    Welche Bewegung macht Ihnen Spaß? Und was können Sie problemlos in Ihren Alltag einbauen?

  • Spieglein, Spieglein an der Wand

    Kinder spüren, wenn es den Eltern nicht gut geht oder sie gestresst sind.

    Sie reagieren oftmals spiegelbildlich; es entsteht ein höherer Stressfaktor und es endet meist im Streit. Stress gehört zum Leben dazu – aber Stress ist nicht gleich Stress. Es gibt positiven und negativen Stress.

    Lassen Sie sich in stressigen Zeiten nicht unterkriegen und beugen Sie mit kleinen Helfern vor.

    • Keine Hektik – Schreiben Sie alle To-dos auf einen Zettel oder tragen Sie diese in Ihr Smartphone ein. Arbeiten Sie die wichtigsten To-dos zuerst ab.
    • Konflikte lösen – Es bringt nichts, Ärger und Stress in sich hineinzufressen. Klären Sie die Probleme in einer entspannten Umgebung.
    • Hilfe annehmen – Haben Sie keine Angst, die Hilfe anderer anzunehmen. Großeltern freuen sich darüber, gebraucht zu werden, und gerade die Zeit mit den Enkelkindern bereitet ihnen viel Freude.
    • Glückliche Eltern – Kinderaugen strahlen, wenn es Mama und Papa gutgeht. Jede Partnerschaft braucht Raum und Zeit. Ein Kuss, ein Gespräch oder ein Ausflug ohne Kinder sollte fester Bestandteil einer Partnerschaft sein.

    Planen Sie in Ihrem Alltag kleine Pausen ein und gönnen Sie sich eine Tasse Kaffee oder Tee, ein Bad in der Wanne oder das Nickerchen auf der Sonnenliege. Denken Sie positiv! Und wie man sagt – Lachen ist die beste Medizin.

Bewusster Leben  

Jeder kennt es: Sie liegen ausgepowert auf der Couch und lassen den Tag noch einmal Revue passieren. Doch so richtig will sich das Gefühl nicht einfinden, über den Tag hinweg wirklich etwas geschafft zu haben.

Zeitknappheit und Zeitfresser sind heute eine große Belastung für die Familiengesundheit. Es fehlt dauernd Zeit für dies und das. Das führt oftmals zur Demotivation.

Spüren Sie kleine Zeitfresser in Ihrem Alltag auf.

  • Beantworten Sie nicht jede E-Mail oder SMS sofort. Arbeiten Sie diese nach ihrer Wichtigkeit ab.
  • Sie möchten nur kurz Ihre Social-Media-Kanäle checken – und plötzlich entdecken Sie eine interessante Seite über Urlaubsreisen. Hier gilt: „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“. Verschenken Sie nicht unnötig Zeit.
  • „Nein“ sagen können nicht viele. Sie möchten für jeden und alle da sein, aber auch Sie haben Ihre zeitlichen Grenzen.
  • Vermeiden Sie planloses Einkaufen. Nutzen Sie hierfür einen Einkaufszettel und schreiben Sie die Produkte nach der Anordnung im Supermark auf.

Essen Sie gemeinsam mit Ihren Kindern und lesen Sie ihnen vorm Schlafengehen eine Kurzgeschichte vor. Nutzen Sie diese Zeit als „Quality Time“. Dabei kommen auch Sie zur Ruhe, tanken neue Kraft und fördern gleichzeitig die Kinder- und Elterngesundheit.