Gut zu wissen

„Allein durch Sport purzeln die Pfunde.“

Diese und andere halbgare Ansichten köcheln seit Jahren in der Gerüchteküche vor sich hin und sorgen für Verwirrung. Ausgesuchte Weisheiten stellen wir dir nachfolgend im Fakten-Check vor.

Nur Sport schafft ausreichend Bewegung – RICHTIG!

Es muss nicht immer gleich die Anmeldung im Fitnessstudio sein. Regelmäßige und abwechslungsreiche Bewegung in das alltägliche Leben zu integrieren ist meist die beste Lösung. Die Macht der Gewohnheit kann den inneren Schweinehund am besten überwinden. Suche dir verschiedene Optionen, um den Alltag bewegt zu gestalten.

Erst nach einer halben Stunde Bewegung wird Energie verbrannt – FALSCH!

Energie wir schon bei der kleinsten Bewegung verbrannt – zuerst in Form von Kohlenhydraten, dann stärker in Form von Fett. Für eine gewollte Gewichtsabnahme ist es dabei von untergeordneter Bedeutung, welche Energieträger zuerst verbrannt werden. Wichtig ist, dass eine negative Energiebilanz für das Abnehmen benötigt wird. Das bedeutet, dass mehr Energie verbraucht als aufgenommen wird.

Und ganz nebenbei geht es nicht nur um die Gewichtsabnahme. Auch häufige Gesundheitsrisiken wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden durch Bewegung verringert. Also gilt: Jeder Schritt zählt!

Sport allein reicht zum Abnehmen – FALSCH!

Ohne Frage, regelmäßiger Sport unterstützt das Abnehmen, da der Körper durch Bewegung Kalorien verbrennt. Wenn du deinem Körper allerdings durch Essen und Getränke noch mehr Kalorien zuführst, nimmst du eher zu.

Daher sollte eine ausgewogene Ernährung immer im Einklang mit deinen sportlichen Aktivitäten stehen.

Sollen dabei noch überflüssige Pfunde purzeln, dann lege den Schwerpunkt deiner Ernährung auf Obst, Gemüse und Vollkornprodukte und versuche, fett- und kohlenhydratreiche Lebensmittel zu vermeiden.

Nur wer sich völlig verausgabt, kommt weiter – FALSCH!

Wer ständig seinen Körper überansprucht, überfordert auch das Herz-Kreislauf-System. Jeder sollte seine persönlichen Grenzen kennen. Es spricht nichts dagegen, den Körper zu reizen und zu besseren Leistungen anzuspornen. Jedoch sollte Bewegung das Wohlbefinden steigern und nicht zu völliger Erschöpfung führen. Du willst dich in kurzer Zeit auspowern, ohne übers Ziel hinauszuschießen? Versuch es einmal mit unserem 9-Minuten-Workout.

Ohne Muskelkater ist das Training zu lasch – FALSCH!

Muskelkater ist ein Indiz für zu hohe oder falsche Belastung. Es kommt zu Entzündungen im Muskelgewebe, welche durch Eindringen von Wasser zum Anschwellen des Muskels führen.

Es entsteht ein Dehnungsschmerz, der den meisten Menschen bekannt ist. Das Entscheidende – Muskelkater verursacht keine Folgeschäden, kann jedoch über Tage die Bewegungen stark einschränken. Experten raten allerdings, nicht komplett zu pausieren, sondern leichte Bewegungen auszuüben.

Um diesen Unannehmlichkeiten aus dem Weg zu gehen, solltest du kontrolliert Sport treiben und die Belastungen in einem angemessenen Umfang steigern.

Wer Sport treibt, braucht eine besondere Ernährung – FALSCH!

Bei den üblichen Freizeitsportarten und der täglichen Bewegung im Alltag bedarf es keiner besonderen Ernährung. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung bietet alles, was man braucht, um körperlich fit zu werden und zu bleiben.

Um nach einer intensiven Sporteinheit trotzdem weiterhin körperlich und geistig Höchstleistungen zu vollbringen, haben wir für dich eine Auswahl von Power-Snacks im Angebot. Diese sind nicht nur lecker, sondern auch reich an wertvollen Inhaltsstoffen.

Auch bei Erkältung darf ich trainieren – RICHTIG!

Herbstzeit ist Erkältungszeit. Hast du nur einen leichten Schnupfen, kannst du getrost deinem Sport- und Bewegungsdrang folgen. Kommen jedoch Husten und Fieber dazu, solltest du deinem Körper eine Pause gönnen.

Strapazierst du deinen Körper mit intensivem Sport bei einer bakteriellen oder viralen Infektion, dann kann es zur Überforderung des Immunsystems kommen. Dein Körper hat dann letztlich nicht mehr genug Reserven zur Abwehr.

Im schlechtesten Fall kann dies zu Entzündungsreaktionen wie einer Herzmuskelentzündung führen. Allerdings spricht nichts gegen einen ausgiebigen Spaziergang an der frischen Luft, wenn du dich danach fühlst.

Körperliche Betätigung ist nichts für chronisch Kranke – FALSCH!

Früher war man der Annahme, dass Schonung bei chronischen Krankheiten eine gute Behandlungsweise ist. Doch das hilft nur bei den wenigsten Krankheiten. Intensive, sportliche Aktivitäten sollten zum Beispiel bei Infektionen und Fieber vermieden werden. Bei allen anderen Erkrankungen gilt hingegen: Angepasste, moderate Bewegungseinheiten fördern das Wohlbefinden und den Krankheitsverlauf. Besprich in diesem Fall immer mit deinem Arzt die passenden Sportarten.