So geht zielbewusst lernen!

Wer kennt das nicht? Man sitzt am Schreibtisch, sollte für die nächste Klausur lernen und kann sich einfach nicht motivieren. Da werden noch einmal schnell die letzten Messenger-Nachrichten gecheckt, die Playlist auf dem Smartphone ist auch nicht mehr aktuell und das Wochenende muss noch geplant werden.

Hast du bei dir schon festgestellt, dass du deine Ziele manchmal nur schwer erreichst? Verlierst du schnell die Motivation, wenn es ums Lernen geht? Dann wird es Zeit, das zu ändern.

Zum Lernen brauchst du klare Ziele und eine hohe Motivation.

  • Was sind Ziele?

    Ziele sind wichtig, um etwas zu erreichen. Ziele können begeistern und geben dir die Motivation, ins Handeln zu kommen. Überlege dir, welche Ziele du im Leben schon hattest. Welche Ziele hast du bereits erreicht? Welche Ziele und guten Vorsätze hast du nicht erreicht, weil du sie vorher schon aufgegeben hast? Woran liegt das? Ohne Zielsetzungen kommt man nicht ins Handeln. Aber sind die Ziele zu abstrakt, zu groß oder zu weit weg, verliert man die Motivation, auf das Ziel hinzuarbeiten. 

  • Was ist Motivation?

    Motivation ist Energie. Sie gibt uns Energie, aber sie braucht auch Energie. Motivation bewegt uns zu handeln, weil der Körper physische und emotionale Bedürfnisse hat und weil der Kopf hin zu einem bestimmten Ziel oder weg von einer unangenehmen Sache will.

    Es gibt grundlegend zwei unterschiedliche Motivationsanreize: die Motivation von innen und die Motivation von außen.

     

    Die Motivation von innen, auch intrinsische Motivation genannt, kommt aus dir selber und geschieht ohne externe Anreize.

    Beispiel für die Motivation von innen:
    Hobbys, Feiern, Kunst, Musizieren, alles, was man gern tut und einem deshalb leicht fällt.

    Das Problem mit der Motivation von innen ist: Keiner hat zu allen Aufgaben in der Schule Lust.

    Die Motivation von außen, auch extrinsische Motivation genannt, kommt durch äußere Anreize.

    Beispiele für äußere Anreize:
    Geld, Noten, Belohnungen, Statussymbole, aber auch Angst vor negativen Konsequenzen.

    Das Problem mit der extrinsischen Motivation: Fallen die Anreize weg, ist die Motivation ebenfalls weg.

Ohne Ziel kein Handeln. Wenn dir Schulnoten völlig gleichgültig wären, würdest du dich in der Schule nicht anstrengen. Aber Ziele müssen klar definiert und nachvollziehbar sein, damit du bereit bist, dafür etwas zu tun.

Ein Beispiel für ein abstraktes Ziel: „Ich möchte gesünder leben.“ Das Ziel sagt nichts darüber, wie du es erreichen kannst. Du wirst bei der ersten kleinen Schwierigkeit Motivationsprobleme bekommen und das Ziel schnell aus den Augen verlieren.



Setze dir smarte Ziele

Eine bewährte und gute Hilfe ist die SMART-Formel. Sie hilft dir, deine Ziele klar zu formulieren und zu strukturieren. Deine Ziele sollten spezifisch, messbar, anspruchsvoll, realistisch und terminiert sein. Doch was bedeutet das?

SSpezifische Ziele sind konkrete Ziele. Je eindeutiger dein Ziel ist, desto leichter kannst du darauf hinarbeiten. Unspezifisch ist es zu sagen: „Ich möchte mehr Sport machen.“ Ein spezifisches Ziel ist: „Ich gehe regelmäßig laufen.“
MMache deine Ziele messbar. Ein Beispiel: „Ich werde zwei Mal die Woche laufen.“
ASetze dir anspruchsvolle Ziele. Dein Ziel sollte deinen Ehrgeiz anstacheln und dich anspornen. Ein Beispiel: „Ich möchte am nächsten Stadtteillauf teilnehmen.“
RSetze dir realistische Ziele. Unrealistische Ziele, wie „Ich laufe jeden Tag 20 Kilometer“, frustrieren und demotivieren. Realistisch ist es zu sagen: „Ich laufe zwei Mal pro Woche fünf Kilometer.“
T

Terminiere deine Ziele. Bis wann soll dein Ziel erreicht sein? Mit einem angemessenen Zeitrahmen bekommt dein Ziel mehr Verbindlichkeit. So funktioniert es: „Ich werde bis zum nächsten Stadtteillauf regelmäßig laufen.“

Dein Zielsatz nach der SMART-Formel könnte lauten: Ich werde ab jetzt zwei Mal die Woche fünf Kilometer laufen, damit ich für den nächsten Stadtteillauf fit bin.

Smarte Ziele setzt du dir am besten mit der kostenlosen Vorlage.



Am Ziel – und jetzt?

Für das Erreichen deiner SMART-Ziele solltest du dich belohnen. Das gute Gefühl ist die eine Belohnung, aber ein kleiner „Preis“ motiviert zusätzlich.
Das kann der Spaziergang mit Freund oder Freundin sein oder die Extrastunde im Fitnessstudio. Belohne dich mit etwas, was dir Spaß macht.