Teens in der virtuellen Welt

Ein Jugendlicher ohne mobiles Endgerät? Das ist in der heutigen Zeit nur schwer vorstellbar. Die Gründe dafür sind ganz unterschiedlich und nicht zuletzt ist das Internet für eine gute Schulausbildung unverzichtbar.

Digitale Medien sind fester Bestandteil unserer Generation geworden.

Erstmal das Wichtigste vorweg: So viele Gefahren die Digitalisierung unserer Gesellschaft auch mit sich bringt, in vielen Lebensbereichen führt sie zu enormen Erleichterungen und zum Fortschritt. Das ändert nichts an dem Spagat für Jugendliche und Eltern, die Zeiten in der digitalen und analogen Welt ausgeglichen zu halten.

Mediennutzung im Schulalltag

Welche Planeten gehören zum Sonnensystem?
Warum ist die Banane krumm?
Wieso benötigten wir Bäume zum Überleben?

Früher griff man ins Bücherregal und schlug im Lexikon nach. Heute können und müssen Kinder alles im Internet nachlesen.

 

  • Tipps fürs Suchen und Finden
    • Einfache und eindeutige Suchbegriffe wählen
    • Auf richtige Schreibweise achten
    • Wenige Hauptworte oder Begriffe eingeben
    • In der Trefferliste nach passenden Überschriften und Textausschnitten suchen
    • Vorab schauen, wer der Absender der Informationen ist
    • Informationen von mehreren Seiten vergleichen
    • Bei kleineren Kindern sind Kindersuchmaschinen sehr zu empfehlen!
  • Medien sinnvoll nutzen – Bildungsangebote

    Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat viele Bildungsangebote gebündelt und stellt sie kostenlos zur Verfügung. Hier ein Überblick:

    ZDF: Hier gibt es ein „virtuelles Klassenzimmer“ mit Inhalten für die Vorschule bis hin zur Oberstufe.

    BR: Von Montag bis Freitag strahlt der Bayerische Rundfunk auf dem Bildungskanal „ARD-alpha“ Lernformate aus.

    SWR: Werktags werden die Wissenssendungen „Planet Schule“ und „Planet Wissen“ ausgestrahlt.

    WDR: Im Themenbereich „Schule digital“ steht Unterrichtsmaterial zur freien Verfügung bereit.

    NDR-Kinderradio „Mikado“:Auf der Seite des Kinderradios gibt es unter anderem kindgerechte Nachrichten und Wissenssendungen.

  • Lernen leicht gemacht

    Das Netz bietet auch viele Möglichkeiten, Neues zu lernen. Hier ein Überblick über ausgewählte Programme, die spielerisch Themen vermitteln:

    „Programmieren mit der Maus“: Dritt- und Viertklässler lernen die ersten Schritte.

    „Scratch“: Je nach Vorkenntnissen können Kinder und Jugendliche hier selbst programmieren und eigene kreative Geschichten, Spiele oder Animationen entwickeln.

    Spiele-Apps: Ideen für kindgerechte Apps zum Spielen gibt es auf klick-tipps.net – zum Beispiel Gesellschaftsspiele als Online-Version.

    Auch YouTube bietet eine enorme Anzahl von Erklärvideos zu den unterschiedlichsten Themen: Erläuterungen von biologischen Prozessen oder mathematischen Formeln, Schraubanleitungen für das erste Moped oder nützliche Tipps für den Haushalt.

Faszination Gaming – was ist der Reiz?

Spiel ist nicht gleich Spiel – Kinder schätzen an der Onlinewelt die breite Auswahl an verschiedenen Spielen. Ob ein Spiel altersgerecht und für Ihr Kind geeignet ist, erfahren Sie am besten, indem Sie es selber testen.

Games werden in verschiedene Genre geclustert:

Denkspiele

Actionspiele

Simulationsspiele

Rollenspiele

Jump'n'Run

Geschicklichkeitsspiele

Lernspiele

Shooter

Sportspiele

Strategiespiele

Adventure

Rennspiele

Gaming bedeutet für die Spieler ...

  • Freiräume nutzen – selbst zu gestalten
  • kreativ sein – Einfälle verwirklichen
  • Gefühlsregulation – Wut und Gedanken verarbeiten
  • Erfolge sichern – Macht und Kontrolle ausüben
  • frei sein – Freiheit genießen

Achtung Kostenfalle!

In vielen Spielen wird Werbung geschaltet. Jugendliche müssen darauf vorbereitet sein und wissen, wie sie sich in solchen Fällen verhalten.

  • Bannerwerbung kann ein Problem werden. Sprecht über die Inhalte.
  • Entstehen für Spiele Kosten, sollte vorab festgelegt werden, wer diese bezahlt.
  • Sicher ist sicher. Deaktiviert automatische App-Updates.

Storys, Posten, Liken

  • Bei der Anmeldung in einem Online-Netzwerk sind bestimmte Punkte zu beachten:
    • Immer ein sicheres Passwort benutzen und das auch geheim halten.
    • Vor jedem Post überlegen: Soll das wirklich die ganze Welt sehen?
    • Private Informationen und Fotos lieber per Mail verschicken und nicht öffentlich posten.
    • Keine persönlichen Daten preisgeben (Adresse, Telefonnummer etc.).
    • Sorgfältig die Sicherheitseinstellungen prüfen. Nach Updates werden häufig Einstellungen zurückgesetzt.
    • Keine Freundschaftsanfragen von völlig Fremden annehmen. Es könnte sich um ein Fake-Profil handeln.
    • Bei Anfeindungen sofort reagieren und Hilfe suchen.

    Die Kommunikation im Netz gestaltet sich häufig anders als im direkten Kontakt. Dadurch, dass mir mein Gegenüber nicht in die Augen schauen oder sofort auf Kommentare reagieren kann, fällt es wesentlich leichter, negative Äußerungen von sich zu geben. An welche Grundsätze du dich halten solltest und was im Netz gar nicht geht, findest du auf unserer Checkliste.

  • Wenn die virtuelle die reelle Welt ersetzt

    Nicht jeder Heranwachsende, der viel Zeit vor dem Bildschirm verbringt, ist gleich gefährdet oder abhängig. Wichtig ist, dass das Leben auch in der reellen Welt stattfindet – sich mit Freunden treffen, einem Hobby nachgehen.

    Trotzdem sollte man bestimmte Anzeichen nicht ignorieren:

    • Gibt es problematische Leistungsabfälle in der Schule?
    • Wurden Familienmitglieder oder Freunde getäuscht?
    • Dehnen sich die virtuellen Zeiten immer mehr aus?
    • Gibt es Interessensverlust an bisherigen Hobbys?
    • Hilft die virtuelle Welt, negative Gefühle zu vergessen?
    • Wird das eigene Nutzungsverhalten als unkritisch eingeschätzt?