Wichtige Basics im Grundschulalter

Kleine Filme schauen, Musik hören, Fotos bearbeiten bis hin zu Lernspielen – für jede Altersgruppe gibt es vielfältige Angebote. Solange es die technischen Geräte der Eltern sind, kann das Nutzungsverhalten noch recht gut gesteuert werden.

Sobald die jungen Nutzer ein eigenes Gerät besitzen, sind Einfluss und Kontrolle schon wesentlich schwieriger. Häufig stellt sich die Frage: Wann ist der richtige Zeitpunkt für das erste eigene Handy?

Eine richtige Antwort gibt es dafür nicht. Benötigt das Kind ein Notfallgerät, weil es den Schulweg alleine beschreiten muss, reicht in der Regel ein altmodisches Handy ohne Internetfunktion vollkommen aus. Internetzugang haben die meisten Kinder über die Familiengeräte zu Hause.

Bildschirmmedien altersgerecht nutzen

Digitale Medien gehören zu unserem Alltag und Kinder müssen lernen, damit umzugehen. Für Eltern bedeutet das, dass sie diesen Lernprozess begleiten. Es gibt verschiedene Empfehlungen für die unterschiedlichen Altersgruppen.

Empfehlungen zu den täglichen Mediennutzungszeiten von Kindern

Alter

Bilderbücher/Bücher

Hörmedien            

(Musik-CDs,
-Dateien, Hörgeschichten)

Bildschirmmedien

(Fernsehen, Video, Computer,
Spielekonsolen, Tablets, Smartphones)

0–3 Jahre

regelmäßig Bilderbücher
anschauen und vorlesen
(ab etwa 6 Monate)

höchstens 30 Minuten

am besten gar nicht

4–6 Jahre

regelmäßig Bilderbücher
anschauen und vorlesen

höchstens 45 Minuten

zusammen höchstens 30 Minuten

7–10 Jahre

regelmäßig vorlesen /
lesen

höchstens 60 Minuten

zusammen 45–60 Minuten

Tabelle: Wie oft und wie lange dürfen Kinder Medien nutzen? | kindergesundheit-info.de

Medienregeln müssen für die Familie passen. Es gibt keine allgemeingültige Regelung zu Bildschirmzeiten. Empfohlene Zeitangaben geben einen Orientierungsrahmen, damit ist es aber nicht getan. Wichtig ist, dass die Medienerziehung zur Familie und zur Überzeugung der Eltern passt. Dabei sollten auch die Nutzungsrechte in Betracht gezogen werden. 

 

  • Kinder bis drei Jahre

    Für Kinder in diesem Alter ist alles, was angefasst und mit allen Sinnen entdeckt werden kann, spannender und wichtiger als das Internet. Wenn Eltern zu Hause einen Computer, ein Tablet oder ein Smartphone nutzen, können auch kleine Kinder erste Erfahrungen im Umgang damit sammeln – beim Tippen auf der Tastatur oder dem Bildschirm, Anschauen von Fotos oder Bildergeschichten, dem Plaudern per Webcam mit Familienangehörigen oder beim Musikhören.

    Die Aufmerksamkeitsspanne des Kindes sollte dabei nicht überschritten werden. Auch Geräusche ängstigen Kinder schnell.

  • Vier bis sechs Jahre

    Kinder dieser Altersgruppe werden langsam selbstständig und wollen Dinge schon alleine erkunden, so auch die Welt der digitalen Geräte und das Internet. Allerdings muss man für die Nutzung der meisten Webseiten lesen und / oder schreiben können. Interessant für Kinder in diesem Alter sind vor allem einfache Spielangebote oder Seiten mit Bildern und Filmen.

    Eltern sollten den Zugang ins Internet begleiten und durch Filtermaßnahmen regulieren. Kinder sollten definitiv nur auf altersgerechten Seiten ihre Erfahrungen sammeln und sich informieren.

  • Sieben bis zehn Jahre

    Im Grundschulalter steigt bei den meisten Kindern das Interesse am Internet. Aber auch das Handy ist gerade für die älteren Kinder dieser Altersgruppe zunehmend spannend. Zu den beliebtesten Seiten gehören Videoportale wie YouTube oder TikTok. Auch soziale Netzwerke sind von großem Interesse. Kinder in diesem Alter testen auch online gern Grenzen aus. So rufen sie schon mal Webseiten auf, von denen sie ahnen, dass sie noch nicht für sie geeignet sind bzw. dass die Eltern etwas dagegen hätten.

    Eltern sollten dem Nachwuchs immer mal wieder über die Schulter schauen oder zumindest „in Hörweite“ sein, um bei Problemen helfen zu können. Ein Handy mit Internetzugang ist bei den 7- bis 10-Jährigen weniger zu empfehlen, da die aufgerufenen Inhalte und Nutzungszeiten von Elternseite kaum überblickt werden können.

Schutz für junge Surfer

Wie wird der PC kindersicher?

Ist eine Kinderstartseite notwendig?

Müssen Passwörter auf Familiengeräten sein?

Brauchen Kinder eine E-Mail-Adresse?

 

  • Einrichtung eines Basisschutzes zur Abwehr von Angriffen aus dem Internet.
  • Tipps gibt das Bundesamt für Sicherheit im Internet unter bsi.bund.de

 

 

  • Ja – richtet gemeinsam als Familie eine Startseite ein.
  • Es können damit gleich die Lieblingsseiten beim Öffnen des Browsers angezeigt werden.
  • Eine Auswahl gibt es auf www.meine-startseite.de

 

 

  • Ja, um persönliche Daten (Kontodaten, persönliche Bilder etc.) zu schützen.
  • Es sollten keine Passwörter oder Zahlungsmethoden gespeichert sein.

 

 

  • Es ist ab einem gewissen Alter unumgänglich.
  • Sie wird für die Kommunikation in der Schule, mit Vereinen oder Familienmitgliedern benötigt.
  • Am besten zwei E-Mail-Adressen einrichten:

Eine Adresse für die private Nutzung

Eine Adresse zur Anmeldung in Chats oder Communities

  • Unterstützende Plattformen zur Sicherheit

    Kids Place

    • Eigene Benutzeroberfläche für das Kind
    • Keine Anwendungen kaufen / herunterladen
    • Telefonieren, Kurzmitteilungen Verfassen oder Surfen kann verhindert werden

    fragFINN

    • Filtertechnik, Zugriff auf medienpädagogische Websites (Whitelist-Filter)
    • In Kombination mit Kids Place sinnvoll

    JusProg = Vodafone Child Protect

    • Profile für Altersgruppen
    • Zugriffszeiten für alle Anwendungen und Funktionen
    • Sperrung bestimmter unerwünschter Kontakte möglich
  • Faszination YouTube

    Gefahren von YouTube

     

    Intoleranter Kommentarkult

    Cybermobbing

    Leichtsinnige Selbstinszenierung

    Verschobene Selbsteinschätzung

    Ungeeignete, nicht altersgerechte Inhalte

    Werbeanzeigen

    Veröffentlichte Inhalte können gesehen, gespeichert und zweckentfremdet werden

    Unsere Empfehlungen

     

    Keine Videos direkt vor dem Schlafengehen!

    Klares Zeitfenster für die Nutzung festlegen! 

    Schaut euch die Inhalte gemeinsam an!

    Achtet auf FSK-Altersempfehlungen!

    Schaut nach kindgerechten Alternativen!

    Besprecht gemeinsam Sinn und Risiken von Werbeanzeigen!

    Besprecht die Bedeutung von negativen Bewertungen!

     

  • YouTube Kids

    Ist eine familienfreundliche Unterhaltungsplattform für Kinder und Familien.

    Die Vorteile auf einen Blick:

    • beliebte Kindervideos und vielfältige neue Inhalte
    • separates Profil für jedes Kind möglich
    • drei altersbasierte Einstellungen
    • zusätzliche Jugendschutzeinstellungen
    • Kindgerechte Alternativen zu YouTube

      Kindersache.de

      • eigene Video-Community für Kinder
      • bedenkenlos Filme hochladen oder erstellen mit Hilfe eines Trickfilmwerkzeugs

      Blinde Kuh

      • über 9.000 kindgerechte Videos
      • Lernspiele

    Kinder-Influencer

    Kinder-Influencer sind immer häufiger auf sozialen Plattformen wie YouTube, TikTok oder Instagram unterwegs.

    Sie präsentieren sich und ihren Alltag einer großen Menge an Menschen – häufig völlig unbedacht, welche Informationen sie von sich und ihrem Umfeld preisgeben.

    Aber auch wenn Eltern bei Instagram ein Bild mit ihrem Kind posten oder bei YouTube ein gemeinsames Video veröffentlichen, werden Kinder bereits in jungem Alter zu Akteuren im Netz. Hier ist wieder die Vorbildfunktion der Eltern gefragt.

    Was und wie viel soll von der Familie im Netz veröffentlicht werden? Ein Gespräch mit der ganzen Familie kann Klarheit schaffen, was für alle Beteiligten ein gutes Mittelmaß ist. Häufig bleiben Anfeindungen im Netz nicht aus und jeder sollte sich über mögliche Konsequenzen im Klaren sein.