So holst du das Beste für dich raus

1. Bestehe auf deine Ansprüche:

Klar, du bleibst nur wenige Wochen im Betrieb und hast keine Berufserfahrung, richtig mitarbeiten kann also schwierig sein. Trotzdem willst du während deines Betriebspraktikums nicht nur Kaffee kochen oder den Hof fegen – es geht darum, die Zeit sinnvoll zu nutzen und etwas über den Beruf zu erfahren. Wenn du das Gefühl hast, ausgenutzt zu werden oder Zeit zu vergeuden, sprich dies höflich, aber mit Nachdruck im Betrieb an und wende dich an deine Lehrerin oder deinen Lehrer.

2. Komme deinen Pflichten nach:

Nimm alle angebotenen Lernmöglichkeiten wahr und führe deine Aufgaben gewissenhaft aus. Folge den Anweisungen der Personen, die dir gegenüber weisungsberechtigt sind. Halte die geltende Betriebsordnung und die Unfallverhütungsvorschriften ein und gehe sorgsam mit den Arbeitsmitteln um. Schütze die Interessen des Praktikumsbetriebs, wahre Verschwiegenheit über interne Vorgänge.

3. Zeige Interesse:

Du willst in kurzer Zeit möglichst viel über die Arbeitswelt und den Beruf erfahren. Also nutze die Gelegenheit und frage nach! Wer so tut, als wisse er schon alles, der macht sich unbeliebt und verschwendet die Zeit aller Beteiligten. Tritt höflich und bescheiden auf, schließlich tun die Mitarbeiter des Unternehmens dir einen Gefallen und nicht umgekehrt!

4. Mache dir Notizen:

Schreibe alles Wichtige auf, mache dir Stichpunkte zu jedem Einsatzgebiet. Darauf kannst du dann für deine Tages- und Wochenberichte zurückgreifen und außerdem hilft es beim Verfassen des abschließenden Praktikumsberichts oder Aufsatzes.

5. Sammle Infos:

Frage nach Broschüren, Katalogen und anderen Veröffentlichungen des Unternehmens. Mach Fotos von deinen verschiedenen Einsatzgebieten – doch bitte in jedem Fall vorher um Erlaubnis fragen!

6. Nutze die Zeit:

Falls einmal alle Kollegen zu beschäftigt sind, um dich anzuleiten, frage nach Aufgaben, die du selbstständig übernehmen kannst. Oder vielleicht gibt es im Unternehmen Fachliteratur zu Beruf und Branche?

7. Sei pünktlich:

Das Betriebspraktikum ist eine schulische Veranstaltung. Im Praktikumsbetrieb darfst du ebenso wenig zu spät aufkreuzen wie in der Schule. Unpünktlichkeit würde sich auch ziemlich negativ auf deine Bewertung auswirken.

8. Stelle dich auf Besuch ein:

Während deines Betriebspraktikums wird deine Lehrerin oder dein Lehrer dich im Unternehmen besuchen – überlege dir, was du berichten willst und ob es Probleme gibt, die du ansprechen musst.

9. Wenn du nicht zur Arbeit kannst, sage Bescheid:

Wenn du krank bist oder aus einem anderen Grund nicht zur Arbeit gehen kannst, informiere unverzüglich die Schule und das Unternehmen. Frage deine Betreuungslehrerin/deinen Betreuungslehrer, wann eine ärztliche Bescheinigung vorzuliegen hat.

10. Im Fall eines Unfalls:

Während deines Praktikums bist du genauso versichert wie während der Schulzeit. Falls du aus Versehen einen Schaden verursachst, trägt die Haftpflichtversicherung der Schule die Kosten. Wenn du auf dem Weg zum Praktikumsbetrieb, während der Arbeitszeit oder auf dem Heimweg einen Unfall hast, muss das unverzüglich der Schule und der schulischen Unfallversicherung gemeldet werden.

Wo suche ich nach einem Praktikumsplatz?

  • Zeitung
  • Internet
  • Gelbe Seiten
  • Messen/Veranstaltungen
  • Beziehungen („Vitamin B“)
  • Eltern
  • Lehrer/Schule
  • Firmen im Ort

Kontaktiere das Unternehmen vorher:

  • Wo muss ich hin?
  • Wann muss ich dort sein?
  • Wer ist mein Ansprechpartner während des Praktikums?
  • Werden mir alle Arbeitsmaterialien gestellt?
  • Wie ist die Verpflegung im Unternehmen geregelt?
  • Welche Bewerbungsunterlagen benötigt das Unternehmen?

Nach dem Praktikum:

  • Werte deine Erfahrungen und Eindrücke für dich selbst aus!
  • Vergleiche deine Erfahrungen mit deinen Erwartungen!
  • Entsprach das Praktikum den Erwartungen?
  • Berufswunsch ist gefestigt/ausgeschlossen?
  • Alle Unterlagen vorhanden, die du brauchst?
  • Berichtsheft ist vollständig?
  • Hast du nun genügend Informationen für dich und die Schule?