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Jobben in den Schulferien

Ein bisschen mehr Geld ist nie verkehrt, um sich neue Sneaker leisten zu können oder im nächsten Sommer mit Freunden in den Urlaub zu fahren. Das Extrageld verdienen sich die meisten Schüler mit einem Ferienjob. Aber wie findet man einen und was ist überhaupt erlaubt?

Die Sommerferien bieten sich besonders an, um Geld zu verdienen – immerhin kann man sechs Wochen am Stück durcharbeiten.

Das ist grundsätzlich auch erlaubt, denn die „magische Grenze“ für die Sozialversicherung (drei Monate oder 70 Tage Arbeit pro Jahr) wird dadurch nicht überschritten. Und damit bist du, egal wie viel du verdienst, von der Sozialversicherungspflicht befreit.

Jugendschutz bei Schülerjobs

Vom Jugendschutz bist du dagegen nie befreit. Zum Glück: Er verbietet beispielsweise, Kinder und Jugendliche Tätigkeiten ausführen zu lassen, die gefährlich sind oder der Gesundheit schaden könnten. Unter-15-Jährige dürfen zudem maximal zwei Stunden am Tag arbeiten. Pro Jahr sind mit 15 Jahren maximal vier Wochen bei acht Stunden täglich erlaubt. Ab 16 Jahren kannst du beliebig viele Wochen im Jahr arbeiten. Allerdings nur wochentags in der Zeit zwischen sechs und 20 Uhr. Mit einigen Ausnahmen: In Bäckereien ist ein Einsatz ab fünf Uhr erlaubt, in der Gastronomie und am Wochenende bis 22 Uhr, in mehrschichtigen Betrieben sogar bis 23 Uhr. Dafür muss der jugendliche Mitarbeiter aber mindestens 16 Jahre alt sein. In jedem Fall sind zwischen dem Ende der einen und dem Beginn der nächsten Schicht zwölf Stunden Pause einzuhalten.

Den passenden Ferienjob finden

Erlaubt ist also eine Menge, aber wie kommt man an einen Ferienjob? Der Klassiker sind Aushänge in Supermärkten, mit denen Aushilfen oder Kassierer gesucht werden. Auch Regional- und kostenlose Werbezeitungen bieten sich als Recherchemedium an. Für alle Jugendlichen unter 15 Jahren – nach dem Gesetz „Kinder“ – eignen sich aufgrund der Arbeitszeiteinschränkungen Jobs als Zeitungsausträger oder Hundesitter.

Ist auf die genannte Weise kein Job zu finden, heißt es: Ohren offenhalten. Viele Ferienjobs werden nicht ausgeschrieben, aber durch entsprechendes Netzwerken lernt man immer einen Ladenbesitzer kennen, der Hilfe bei der Inventur benötigt. Auch in den Cafés und Restaurants der Umgebung anzufragen lohnt sich.

Praktikum statt Ferienjob

Meist etwas weniger Geld, dafür viel mehr wertvolle Erfahrung bekommst du, wenn du dich für ein Praktikum statt eines Schülerjobs entscheidest. Dann ist dein Ausflug in die Arbeitswelt zugleich ein Schritt hin zu der Entscheidung, wie es nach der Schule weitergehen soll. Und das Wissen, welcher Job einem gefällt, ist letztlich mehr wert als ein paar Euro mehr auf dem Konto.